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Aby Warburg: Bilderatlas Mnemosyne

Cuando:
21/10/2020 a las 12:00 – 20:00
2020-10-21T12:00:00+02:00
2020-10-21T20:00:00+02:00
Donde:
Haus der Kulturen der Welt
Aby Warburg: Bilderatlas Mnemosyne @ Haus der Kulturen der Welt
Ausstellung . Exhibition
4.9.–30.11.2020
+++Please scroll down for English text+++
In den 1920er Jahren entwickelte der Kunst- und Kulturwissenschaftler Aby Warburg (1866–1929) seinen sogenannten Bilderatlas Mnemosyne, der wiederkehrende visuelle Themen und Muster von der Antike über die Renaissance bis zur Gegenwartskultur nachzeichnet. Sein Ansatz ist Inspiration für die visuell und digital dominierte Welt von heute. Das HKW präsentiert alle 63 Tafeln des Atlas – erstmals wiederhergestellt mit Warburgs originalem Bildmaterial.
Aby Warburg studierte die Wechselwirkungen von Bildern aus verschiedenen Epochen und kulturellen Kontexten. Er entwickelte den Bilderatlas Mnemosyne, um die Einflüsse der Antike auf die Renaissance und weit darüber hinaus bildlich darstellbar zu machen. Der Atlas bestand in seiner letzten Version aus 63 großen schwarzen Tafeln, auf denen Warburg fotografische Reproduktionen von Kunstwerken aus dem Nahen Osten, der europäischen Antike und der Renaissance neben zeitgenössischen Zeitungsausschnitten und Werbeanzeigen anordnete. In den Jahren vor seinem Tod 1929 experimentierten Warburg und seine engsten Mitarbeiter*innen Gertrud Bing und Fritz Saxl mit Form und Funktion des Bilderatlas. Ihr Ziel war eine Publikation, die für die Diskussion zwischen Expert*innen ebenso wie für das breitere Publikum gedacht war. Im Entstehungsprozess entwickelte sich der Atlas zu einem Erkenntnisinstrument.
Warburgs Methode setzte neue Maßstäbe: Sie bestand darin, kanonisierte Bilder neu anzuordnen und sie epochenübergreifend zu betrachteten; sein Projekt überschritt die Fachgrenzen zwischen Kunstgeschichte, Philosophie und Anthropologie und war grundlegend für die heutigen Disziplinen der Bild- und Medienwissenschaften. Heute bietet sein Umgang mit dem Bildgedächtnis Inspiration und alternative Routen durch eine von visuellen Medien bestimmte Realität.
Die Ausstellung «Aby Warburg: Bilderatlas Mnemosyne – das Original» stellt die letzte dokumentierte Version des Atlas von 1929 nahezu vollständig mit den Originalabbildungen wieder her: Dafür haben die Kuratoren Roberto Ohrt und Axel Heil haben dafür in Zusammenarbeit mit dem Warburg Institute London den größten Teil der originalen teils mehrfarbigen 971 Abbildungen in der 400.000 Objekte zählenden Photographic Collection des Instituts aufgespürt – und präsentieren so zum ersten Mal nach Warburgs Tod die 63 Tafeln seines unvollendeten Hauptwerks.

Die Ausstellung wird kuratiert von Roberto Ohrt und Axel Heil in Zusammenarbeit mit dem

The Warburg Institute

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Im Rahmen von Das Neue Alphabet
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++++ English version ++++
In the 1920s, the historian of art and culture Aby Warburg (1866-1929) created his so-called Bilderatlas Mnemosyne tracing recurring visual themes and patterns across time, from antiquity to the Renaissance and beyond to contemporary culture. His approach provides inspiration for today’s visually and digitally dominated world. At HKW all 63 panels of the Atlas will be recovered for the first time from Warburg’s original images.
Aby Warburg studied the interplay of images from different periods and cultural contexts. He designed the Mnemosyne Atlas to provide a pictorial representation of the influences of the ancient world in the Renaissance and beyond. In its last documented version, the Atlas consisted of large black panels on which Warburg placed photographic reproductions of artworks from the Middle East, European antiquity and the Renaissance, alongside contemporary newspaper clippings and advertisements. In the years leading to his death in 1929, Warburg and his closest colleagues Gertrud Bing and Fritz Saxl experimented with the form and function of the Bilderatlas. Their goal was to present a publication designed for discussion among experts as well as the broader public. During the course of its creation, the atlas developed into an instrument of cognition.
Warburg’s method set new standards: it consisted in rearranging canonized images and looking at them across epochs. His project traversed the boundaries between art history, philosophy and anthropology and was fundamental for the modern disciplines of visual and media studies. Today, his use of visual memory provides inspiration and alternative routes through a reality dominated by visual media.
The exhibition «Aby Warburg: Bilderatlas Mnemosyne – the Original» restores the last documented version of the 1929 Atlas almost completely with the original images. In collaboration with the Warburg Institute in London, the curators Roberto Ohrt and Axel Heil have located most of the originals, some partly in color, 971 images from the 400,000 individual objects in the Institute’s Photographic Collection to show all 63 panels of Warburg’s unfinished magnum opus for the first time since his death.

The exhibition is curated by Roberto Ohrt and Axel Heil in cooperation with

The Warburg Institute

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Part of The New Alphabet
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