Saltar al contenido

Eröffnung / Opening: Künstlerinnen der Nationalgalerie vor 1919

Cuando:
10/10/2019 a las 19:00 – 21:00
2019-10-10T19:00:00+02:00
2019-10-10T21:00:00+02:00
Donde:
Alte Nationalgalerie
Bodestraße 1-3
10178
Contacto:
Alte Nationalgalerie
Eröffnung / Opening: Künstlerinnen der Nationalgalerie vor 1919 @ Alte Nationalgalerie

 

// You can find the English version of the text below

Kampf um Sichtbarkeit
Künstlerinnen der Nationalgalerie vor 1919
11.10.2019 bis 08.03.2020

Vor genau 100 Jahren konnten die ersten Frauen ihr reguläres Kunststudium an der Berliner Kunstakademie aufnehmen. Die Ausstellung „Kampf um Sichtbarkeit. Künstlerinnen der Nationalgalerie vor 1919“ nimmt dies zum Anlass, die Werke von Malerinnen und Bildhauerinnen in den Blick zu nehmen, die es trotz aller Widrigkeiten in die Kunstöffentlichkeit geschafft und Eingang in die Sammlung der Nationalgalerie gefunden haben.

Die Ausstellung und die begleitende wissenschaftliche Publikation widmen sich erstmals ausführlich allen vor 1919 entstanden Werken von Malerinnen und Bildhauerinnen und ist eine Revision der eigenen Sammlung unter dem wichtigem Aspekt heutiger Diskurse um Gleichberechtigung.

Engagement in künstlerischen Vereinigungen
Gelang zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch einigen wenigen Frauen eine exzeptionelle Karriere innerhalb eines vorwiegend männlichen Kunstbetriebs, so verschärften sich die Restriktionen für Künstlerinnen ab der Jahrhundertmitte. Der Zugang zu Kunstakademien, Stipendiensystemen und wichtigen Auftragsarbeiten wurde ihnen verwehrt. In ihrem „Kampf um Sichtbarkeit“ engagierten sie sich in künstlerischen Vereinigungen, erkämpften sich Ausstellungsmöglichkeiten und zunehmend auch die Aufmerksamkeit wichtiger Förderer sowie die damit verbundenen prestigeträchtigen Aufträge und Ankäufe.

Künstlerinnen in der Ausstellung
Die Ausstellung zeigt über 60 malerische und bildhauerische Werke von Künstlerinnen aus 140 Schaffensjahren, die alle vor 1919 entstanden sind. Einige davon sind seit Jahrzehnten Bestandteil der Dauerausstellung wie die Gemälde von Caroline Bardua, Elisabeth Jerichau-Baumann oder Dora Hitz. Andere werden nach langen Jahren im Depot erneut in der Alten Nationalgalerie zu sehen sein, darunter Arbeiten der Porträt- und Historienmalerinnen Friederike O’Connell oder Paula Monjé.

Ein großer Teil wurde noch nie in den Räumen auf der Museumsinsel präsentiert. Zahlreiche einst erfolgreiche Künstlerinnen sind im Laufe der Zeit in Vergessenheit geraten, wie die norwegische Bildhauerin Ambrosia Tønnesen, die auch in den USA erfolgreiche Salonmalerin Vilma Parlaghy oder die russische Avantgarde-Pionierin Natalija Gončarova. In ihrer Vielfalt leisteten die Künstlerinnen einen wesentlichen Beitrag zum Kunstgeschehen ihrer Zeit.

Die Restaurierung zahlreicher Werke wurde durch die großzügige Unterstützung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ermöglicht.

Katalog
Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Ausstellungs- und Bestandskatalog mit ausführlichen Biografien der vertretenen Künstlerinnen in deutscher und englischer Sprache im Reimer Verlag.

//EN
Fighting for Visibility
Women Artists in the Nationalgalerie before 1919
11.10.2019 to 08.03.2020
Alte Nationalgalerie

The exhibition and accompanying scholarly publication provide the first extensive study dedicated to all the works in the Nationalgalerie produced by women painters and sculptors before 1919. It is a revision of the museum’s collections viewed under the important aspect of current discourse about equal rights.

Engagement in Artists’ Associations
By the beginning of the 19th century, a few women had succeeded in building up exceptional careers within a predominantly male art establishment. However, by mid-century restrictions had intensified for women artists and they were often denied access to art academies, fellowships and grants, as well as to important commissions. In their “fight for visibility”, women artists engaged with artists’ associations, where they fought for possibilities to exhibit and also increasingly for the attention of important supporters as well as the prestigious commissions and purchases associated with them.

Women Artists in the Exhibition
The exhibition shows more than 60 paintings and sculptural works in the collection created over a 140-year period by women artists, all of which date before 1919. Some of the works have been an integral part of the permanent exhibition for decades: paintings by Caroline Bardua, Elisabeth Jerichau-Baumann and Dora Hitz, for instance. Others will be shown at the Alte Nationalgalerie again after years of slumbering in storage, including works by Friederike O’Connell and Paula Monjé, both of whom were portraitists and history painters.

A great many of these works have never been on view in the Museumsinsel exhibition spaces. Moreover, numerous once successful women artists have fallen into oblivion over time, such as the Norwegian sculptor Ambrosia Tønnesen; the Salon painter Vilma Parlaghy, who was also successful in the USA; and Natalia Goncharova, a pioneer of the Russian avant-garde. In their diversity, these women artists made an essential contribution to the art of their times.

The restoration of numerous works was made possible by the generous support of the Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Foundation.

Catalogue
A richly illustrated, accompanying exhibition and collection catalogue, which includes extensive biographies of the women artists represented, is published by the Reimer Verlag in German and English editions.

Sabine Lepsius, Selbstbildnis, 1885
© Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin / Jörg P. Anders


¡Para más eventos como éste, no dejes de visitar nuestro CALENDARIO!